Langsam macht fitter oder weniger ist mehr
Entdecken Sie die Langsamkeit - statt stundenlanger Schinderei an den Geräten, versuchen Sie es doch einfach mal mit einem kontrollierten, effektiven und vor allem sicheren Körperprogramm. Der besondere Clou: Die Übungen werden besonders langsam - besser gesagt in Zeitlupe - ausgeführt. Langsam hört sich zunächst leicht an, doch dem ist nicht so. Trotz der nur geringen Gewichte wird der Muskel beim Slow-Motion-Training ordentlich gefordert.
Studien haben gezeigt, dass bei der langsamen Übungsausführung zwischen 50 und 100 Prozent mehr Muskelfasern zum Einsatz kommen als beim herkömmlichen Training. Der Trainingsaufwand von nur 20 Minuten und die extrem langsamen Bewegungsamplituden sorgen für maximale Sicherheit. In dieser Zeit kann man sich sehr gut auf die korrekte Ausführung der Übungen konzentrieren. Die harmonisch fließenden Bewegungen sorgen für einen optimalen Muskelaufbau bei minimaler Verletzungsgefahr.
Das große Erfolgsgeheimnis der Slow-Motion-Fitness ist auf die besondere Funktionsweise der Muskulatur zurückzuführen. Der Skelettmuskel ist nach dem sogenannten Enkapsisprinzip aufgebaut. Im Grunde genommen heißt dies nichts anderes, als das es sich um immer kleiner werdende Einheiten handelt. Denn jeder Muskel besteht aus einem Bündel einzelner Fasern, die wiederum von Bindegewebe umgeben sind. Jede einzelne Faser ist von einer Zellwand umfasst. Innerhalb der Muskelfaser liegen wiederum hunderte kleinster Muskelfibrillen. In diesen befindet sich der eigenliche Muskelmotor: die ineinander verschränkten Proteine Aktin und Myosin.
Die extrem langsamen Bewegungen von etwa drei Sekunden pro Bewegungsamplitude führen dazu, dass innerhalb der Muskeln deutlich mehr Muskelfasern zur Kontraktion gebracht werden, als dies bei einem "normalen" Krafttraining der Fall wäre. Zu Beginn einer Übung kommen zunächst nur die stärksten Fasern innerhalb des beanspruchten Muskels zum Einsatz. Sind diese ermüdet, werden weitere Fasern rekrutiert.
Die Folgen:
- attraktives Dickenwachstum
Das Muskelwachstum ist rein äußerlich nicht sichtbar. Vielmehr führt diese Art des Trainings zu einer glatteren und strafferen Haut.
- Vergrößerung des Energiespeichers
Regelmäßiges Training führt zu einer Erhöhung der Glykogen- und Kreatin Phosphatspeicher - den wichtigsten Energielieferanten des Körpers.
- Verbesserung der Kapillarisierung innerhalb der beanspruchten Muskulatur
Kapillaren sind feinste Verästelungen der Arterien. In ihnen findet ein reger Stoff- und Energieaustausch zwischen Blut- und Muskelzellen statt.
- Verbesserung der Muskelspannung
Das Training führt zur Stabilisierung der Gelenke und ihrer umgebenen Strukturen wie Bänder und Sehnen sowie der Wirbelsäule. Der Kraftzuwachs schont den gesamten Bewegungsapparat, Abnutzungserscheinungen verzögern sich.
- konstante Erhaltung der Kraft
sowie: Abfall der Leistungsfähigkeit vollzieht sich deutlich langsamer, da dies nur bei untrainierten Menschen der Fall ist.
- Verbesserung der Regenerationsfähigkeit des Körpers
- Verringerung des Verletzungs- und Verschleißrisikos von Muskeln, Gelenken, Bändern und Sehnen sowie der Wirbelsäule
Quelle: Magazin Shape up